Tupolev SB - 2 (ANT - 40) MPM

1933 begann man im Konstruktionsbüro Tupolev mit der Konstruktion eines schnellfliegenden Bombenflugzeuges.Es wurden zwei Prototypen gebaut : einer nach den Vorstellungen der Sowj. Luftstreitkräfte (SB-1) und einer nach den Vorstellungen Tupolews(SB-2).Am 7.10.1934 hatte die SB-1 und am 30.12.1934 die SB-2 ihren Erstflug.Diese erste SB-2 erflog folgende Werte :404Km/h in 5000m Höhe,Gipfelhöhe 9400m, Reichweite1250km. Damit war die SB-2 für diese Zeit ein absolutes Spitzenerzeugniss - sie flog allen damaligen Jägern davon.Die Anfangsversion, SB-2 M100 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 424km/h. 1935 begann die Serienproduktion die einschliesslich der Varianten SB-2 M100, SB-2 bis (M103A) sowie  Ar-2 6466 Flugzeuge umfasste. Die SB-2 war für ihre Zeit ein modernes und leistungsfähiges Frontbombenflugzeug. Ihre Leistungen stellte sie in Spanien, am Chalchyn Gol und in China unter Beweis. Spanien erhielt 210 SB-2, von denen 18 Stück bis 1948 flogen. Die CSR erhielt 53 Flugzeuge und baute 161 als B-71 bezeichnete Maschinen in Lizens.1941 war der Typ immer noch der sowj. Standardfrontbomber obwohl die ersten Pe-2 schon im Einsatz waren. Die SB's die die deutschen Luftangriffe der ersten Stunden überlebt hatten waren zusammen mit den Polikarpow-Jägern die ersten Flugzeuge die Gegenangriffe gegen die Deutschen unternahmen. Ab 1942 aber trat der Typ in die 2.Linie zurück und wurde nur noch bei Nachtangriffen und zur Partisanenversorgung eingesetzt - ihre Rolle übernahm die neue ,hervorragende Pe-2.

Die SB-2 als Modell ist nicht oft vertreten - lediglich MPM hat sie als M100 und Ar-2 im Programm. Ich bestellte mir die SB-2M100 bei der MOTAG und öffnete gespannt den Karton. Der Kit enthält 54 unsauber aber negativ gravierte Plastteile, einen Satz Ätzteile, die in Tiefziehtechnik hergestellten Klarsichteile sowie zwei identische Decalbögen von Propagteam. Mit diesen guten Decals lassen sich zwei Tschechiche, eine Chinesische sowie eine Spanische Maschine bauen. Ich aber wollte selbstverständlich ein Sowjetische bauen - also konnte ich die sehr guten Decals nicht gebrauchen. Lediglich die Nummernkennung habe ich verwendet.

Der Zusammenbau war mittelmässig bis kompliziert. Die Klebnähte müssen überall verspachtelt werden, besonders schlimm sind die Übergänge Tragflügel/Rumpf sowie Motorgondel/Tragfläche.

Das Komplizierteste jedoch war die Anpassung und der Anbau der Bugkanzel. Dieses Teil stellt den Modellbauer durch seine sehr geringe Stärke und dem Umstand das hier auch noch die zwei Schlitze für die MG's herausgeschnitten werden müssen vor hohe Anforderungen. Es wäre Wünschenswert wenn dieser Kit mit einem Alternativklarsichteil aus normalen Klarsichtplastik ausgeliefert würde. Die anderen Klarsichteile dagegen lassen sich relativ normal verarbeiten.

Die Hauptfahrwerkstreben sind doppelt vorhanden und die entsprechenden Teile des Separaten Giesastes sind besser abgespritzt als die vom normalen Giesast. Die Fahrwerke passen recht gut.Die Ätzteile für die Motorstirnkühler ermöglichen ein realistisches Aussehen. An die Propeller habe ich jeweils eine kleine Metallachse befestigt um diese beweglich zu gestalten.

Die Verstrebungsdrähte des Höhenleitwerkes muss man sich selber herstellen. Ebenso habe ich den Scheinwerfer im linken Tragflügel selber hergestellt.

Die Lackierung dieses Modell ist auch nicht ganz unkompliziert - mit der Airbrush sollte man schon ein wenig Erfahrung gesammelt haben. Das auf dem Karton abgebildete Tarnschema entspricht in etwa dem der sowj. SB's bis 1941 und so habe ich mich daran orientiert. Das schwierigste ist jedoch die Bemalung der Bugkanzel (schon wieder - ein richtiges Sorgenkind an diesem Modell !) . Zum Schluss aber wird einem, wie ich meine, die Mühe mit einem wunderschönem Modell gelohnt.

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