North American P-51D Mustang ( Tamiya)

Anfang 1940 wurde die NA73X von North American für die Britische Beschaffungskommision in einem New Yorker Stadthotel skizziert. Aus diesem Projekt wurde die P-51 die in ihrer ersten Serienversion mit dem 1150PS starken Allison Triebwerk an die R.A.F. geliefert wurde. In dieser Konfiguration überzeugte der Typ noch nicht und auf Anraten von Rolls Royce wurde das berühmte Merlin Triebwerk eingebaut. Und so begann die Erfolgsstorry eines Jagdflugzeuges das zur Legende werden sollte. Der Merlin-Motor wurde nun von Packard in Liezens gebaut und blieb der Standardantrieb für die Mustang. Bereits in den früheren Versionen B und C mit dem Merlin-Motor war die Mustang ein hervorragender Jäger der den Me-109 überlegen war. Die berühmteste und am meisten gefertigte Version aber war die D mit der typischen Blasenkanzel. Mit diesem hervorragenden Jagdflugzeug mit überragender Reichweite hatten die Amerikaner ihren besten WKII - Jäger geschaffen der in der Lage war die schweren Bomberverbände auf ihren langen Flügen bis in die letzte Ecke Deutschlands zu begleiten und zu schützen. Die Mustang hatte einfach alles : extrem hohe Reichweite bei sehr hoher Spitzengeschwindigkeit und dank ihrer Vorflügel eine sehr gute Wendigkeit sowie sechs 12,7mm Maschinengewehre umfassende Bewaffnung. Über 7000 Stück dieser Version wurden gebaut und die P-51 blieb auch noch Jahre nach dem 2.Weltkrieg im Einsatz , sie wurde sogar noch am Anfang des Koreakrieges eingesetzt.

Die P-51D ist der erste Kit den ich von Tamiya gebaut habe. Von diesem Hersteller hatte ich bis dahin viel gutes gelesen und gehört - aber nie was bekommen. Schliesslich war es nun doch soweit und mein Geraer Händler überreichte mir freudig den Kit. Schon beim ersten hineinsehen war ich überwältigt : Absolut sauber abgespritzte und klasse gravierte und detaillierte Plastikteile ! Die Klarsichteile absolut sauber, Klar , dünn und Schlierenfrei. Die Decals mit denen sich drei Einsatzmuster darstellen lassen sind sehr fein und sauber gedruckt. Die Bauanleitung ist sehr übersichtlich und ausführlich.

Beim Zusammenbau geht diese positive Beurteilung voll weiter : Das Innenleben des Cockpits mit dem gutgemachten Armaturenbrett, Reflexvisier, Bordinnenwänden mit Bedienelementen, Seitenpanele mit Instrumenten, Pilotensitz mit Gurten sowie den rückwärtigen Ausrüstungsteilen und dem hinten unten liegenden Kühlergrills der bei ausgefahren dargestellter Klappe sichtbar ist lässt sich dank hervorragendster Passgenauigkeit gut und Problemlos zusammenbauen.

Das Ganze geht dann ebenso bei Rumpf und Tragflächen weiter : lediglich die beiden Rumpfhälften müssen im oberen und unteren Bugbereich und unten am Kühler ein wenig verspachtelt werden. Die Tragflächen passen ohne jegliches Anpassen sofort absolut fehlerfrei.

Die Klarsichtkanzel ist mit ihrem Rahmenunterteil so gut gemacht das sie am fertigen Modell geöffnet und geschlossen positioniert werden kann.

 

Ebenso gut sind die Räder der Hauptfahrwerke : richtig mit Profil. Die Abwurftanks sind auch sehr gut detailliert. Die sechs Maschiengewehre natürlich auch. Der Landescheinwerfer ist auch vorhanden. Die Schächte der Fahrwerke mit ihren Spanten, Schrauben und Nieten sind für mich einmalig an einem solchen Modell in 1:72. Überhaupt die Nieten : Überall am Modell, oben und unten - Rechts und Links, bis in die letzte Ecke sind diese Detaills hervorragend sauber und superfein ausgeführt. Hier haben die Formenbauer Spitzenarbeit geleistet !

Der Propeller und die zweiteilige Propellernabe sind selbstverständlich dann auch noch passgenau und sauber. Und auch hier wieder ein Novum : dem Kit liegen spezielle Kunststofflager bei mit denen die Propellernabeneinheit dann auf die Achse gesteckt wird : ohne anpassen und kleben total passgenau und drehbar und auch abnehmbar.

Vollkommen klar das ein solches Modell mit dem gekonnten Aluminiumlook veredelt werden muss um es in seiner vollen Schönheit zu zeigen. Ich habe mich dabei voll ins Zeug gelegt und die Mettalliclackierung meiner Meinung nach auch noch Gott sei dank sehr gut hinbekommen. Bei der Wahl der Decals fiel meine Wahl sofort auf die Maschine von Leonard K. Carson der 357th FG der 362nd FS - wegen der Kill-Marks (sehr erfolgreich :24 Abschüsse) und des Metallkleides. Da hätte ich zwar ebenso die "Blaunase" machen können - aber P-51D's mit Blaunase gibt es relativ oft. 

Die Decals sind sehr sauber und fein gedruckt, auch die Tankstutzenbeschriftungen sind dabei. Die Verarbeitung der Decals war gut : Sie sind stabil und reissfest und schmiegen sich unter Behandlung von Weichmacher hervorragend der Oberfläche an - was bei diesem Modell ja schliesslich wichtig ist. Und so steht sie nun voller Stolz vor mir : der Inbegriff des Amerikanischen Jagdflugzeugbaus des 2. Weltkrieges : die P-51D - Meine " Nooky Booky IV"

PS : Ich weiss : sehr viel Lob hier... - aber ich habe nichts zum Kritisieren gefunden !