Mikojan/Guerewitsch MiG-15bis
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Nachdem das OKB Mikojan-Gurewitsch nach der MiG-3 nur Versuchsjäger hervorbrachte, gelang ihnen erst mit der MiG-9 wieder ein Entwurf, welcher in die Serienproduktion übernommen wurde. Zusammen mit der Jak-15 zählte die MiG-9 zu den ersten Strahlflugzeugen der Sowjetunion. Ende der 40er Jahre wurde die Kompetenz der Sowjetunion zum Bau moderner und leistungsfähiger Strahlflugzeuge allgemein als gering eingeschätzt, bis die MiG-15 über Korea ihr äußerst erfolgreiches und überraschendes Debüt gab. Die MiG-15 war ein völlig neu entwickelter Entwurf (Projekt „S“ , I-310), welcher von der MiG-9 lediglich den zentralen und geteilten Lufteinlauf im Bug übernahm. Als Triebwerk diente das in Lizenz gefertigte Rolls-Roys Nene II (RD-45 und RD-45F). Als modern und wegweisend galten die Flächen mit ihrer 35° Pfeilung, welche zuvor in Experimentalmustern wie der La-160 und der MiG-8 erprobt wurden. Als konstruktive Besonderheit ist die Unterbringung der großkalibrigen Waffen zu nennen, welche in einer sehr wartungsfreundlichen, absenkbaren Plattform integriert waren. Diese Bewaffnung aus einer 37mm- und zwei 23mm Kanonen war der Gegenentwurf zu den kleinkalibrigen Rohrwaffen mit hoher Schussfolge der Amerikaner und war vor allem für die Bekämpfung schwerer Bomber gedacht. Der Erstflug erfolgte am 30. Dezember 1947, ab 1948 gelangten die ersten Serienexemplare zur Truppe. Die wichtigsten Modifikationen stellte die ab 1949 produzierte MiG-15bis mit dem WK-1 Triebwerk und einigen anderen Änderungen sowie die doppelsitzige Schulvariante MiG-15 UTI dar. Weitere Varianten betrafen vor allem die Rohrwaffen sowie die Bewaffnung mit Raketen und Bomben. Polen, die CSSR und China stellten die MiG-15 in Lizenz her. Die MiG-15 besaß hervorragende Flugeigenschaften und Leistungen, die Rohrwaffen benötigten oft nur einen Treffer für eine Totalzerstörung des Gegners. In Verbindung mit den gut geschulten und ebenso gut geführten sowjetischen Piloten fügte die MiG-15 allen Gegnern am Himmel über Korea schwere Verluste zu. Es war am Ende nicht die F-86, sondern vielmehr die später eingesetzten und schlechter geschulten und geführten Piloten, welche das Abschussverhältnis für die Amerikaner verbesserten – wenn auch nicht zu dem gern genannten, aber völlig unrealistischen 10:1 Verhältnis. Zu den Nachteilen der MiG-15 gehörte ihre Neigung zum Trudeln sowie das bis zum Schluss beibehaltene, inzwischen veraltete optische Visier.

 

Ja, ganz verkehrt waren und sind sie alle nicht, die bisher 3 verbreitetsten 72er Bausätze der MiG-15: von KP noch ganz klassisch mit erhabenen Oberflächendetails und eher groben Details wie bei den Fahrwerken. Mit feinen – aber nicht unbedingt richtigen- Nietenreihen und erheblichen geometrischen Mängeln kann Italeri/Dragon nicht überzeugen. Zuletzt erschien schließlich noch ein einfacher, aber beachtlicher und recht korrekter Einsteigerbausatz von Hobbyboss. Eduards Ankündigung zu einem eigenen Bausatz kam schon vor Jahren, das Ganze nur eben nicht in die Regale – bis zum eDay 2012: Freudig, aufgeregt und voller Erwartungen konnte ich hier einen der ca. 130 verfügbaren Dual-Combo-Kits der MiG-15 erwerben. Da war die Form aber schon beschädigt, so dass sich dieser Bausatz wohl als Sammlerstück sich in meinem Regal verewigt. Eduard aber schraubte die Spannung und Erwartung der Modellbauer noch etwas höher: die beschädigte Form wurde eingestampft und das ganze Modell nochmal komplett neu projektiert und in eine modernen Stahlform gefräst. Das Ergebnis kam dann 2014 auf den Markt. Was aus wirtschaftlicher Sicht für Eduard nun eher eine kleine Katastrophe war – für den Modellbauer bedeutet der neue, überarbeitete Bausatz noch Mehr an Bastelfreude und Authentzität!

Der gewisse Unterschied zeigt sich beim genaueren Betrachten der Einzelteile. Mit auf dem Tisch dabei: Das 4+ Heft zur MiG-15 und auch der Bausatz von Hobbyboss. Hobbyboss ? – ja, denn abfälliges Lächeln ist da nämlich unangebracht, dieser einfache Einsteigerbausatz ist nämlich auch nicht so ohne. Beide Bausätze kosten nicht die Welt und die Teile von Hobbyboss passen genauso gut auf die Risszeichnungen wie die wesentlich feineren und detaillierteren Teile von Eduard. Selbst gut gemachte Fahrwerksschächte und separate Luftbremsen bringt die MiG von Hobbyboss mit. Für Letztere ist die MiG von Eduard nur „vorbereitet“, des entsprechende „Brassin“-Set muss man sich extra dazu kaufen. Zusatztanks und auch die einteilige Cockpithaube von Hobbyboss können noch ganz gut mit den Teilen von Eduard mithalten, erst bei den Fahrwerken und Cockpitdetails fällt Hobbyboss ab. Auffallend aber bei Eduard ist der komplexere Rumpfaufbau mit dem separaten Teil für den Waffenschacht. Hier war ich erst ein wenig überrascht: so viel Aufwand nur für eine spezielle tschechische Bewaffnungsvariante ? Doch da steckt weitaus mehr dahinter: Grund für dieses Teil ist dessen Formkomplexität was die ganzen Beulen und Auswurföffnungen betrifft. Für eine korrekte Ausformung muss dieses Teil eben extra ausgeführt sein und kann nicht wie bei allen anderen Bausätzen bisher gleich in den Rumpfhalbschalen integriert sein. Und dieser Aufwand, diese Detailgenauigkeit - nicht nur an diesem Teil - ist es eben, der diesen Eduard-Bausatz mal wieder von allem anderen abhebt. Meine Basis für mein Modell der MiG-15bis wurde nun der Profi-Pack von Eduard, dazu gesellten aus selben Hause Resin-Räder, die Luftbremsen und auch noch die Landeklappen. 

Das Cockpit macht wie so oft auch hier den Anfang – und der macht gleich ordentlich Spaß! Die Wände der Luftkanäle, der Bugfahrwerksschacht und zwei „Querschotts“ bilden die Cockpitwanne. Beim Zusammenbau dieser Teile sollte man auf korrekten Sitz achten! Die filigran bedruckten Ätzteile passen problemlos, der exzellente Resin-Schleudersitz bedarf keinerlei Nacharbeiten und ist dem ebenfalls sehr guten Bausatzteil – wenn überhaupt- nur bei geöffneter Haube vorzuziehen. Das Gurtzeug kommt hier noch „klassisch“ als bedruckte Ätzteile – inzwischen legt Eduard den Bausätzen neuartige Textilgurte bei. Das Ganze spielt sich zwischen den beiden Lufteinlaufkanälen ab, der Bugfahrwerksschacht wird hier ebenfalls integriert. Wichtig! – wer keinen „Tailsitter“ riskieren will, der sollte richtig ordentlich Ballast in die Freiräume unter dem Cockpit und über dem Fahrwerksschacht einbringen.

Die Rumpfhälften passen mit und ohne Cockpitsektion sehr gut zusammen. Wer die ausgefahrenen Bremsklappen darstellen möchte, sollte aber erst mal die bereits ausgesparten Bereiche dafür entfernen. Die nicht ganz unkompliziert zu verarbeitenden Ätzteile der Bremsklappenschächte habe ich stabil mit Sekundenkleber befestigt. Am Schubrohr muss an den betreffenden Stellen dann noch etwas Material abgetragen werden um für Beides genug Platz zu schaffen. Die Austrittsöffnung des Schubrohres ist übrigens schön dünnwandig – für den richtigen Anblick beim Einblick sorgt der sehr schön gestaltete Austrittskonus. Beim Einkleben des Cockpits in die Rumpfhälfte auf wirklich korrekten Sitz achten – denn nun beginnt die Sache etwas Probleme zu bereiten – zumindest ging es mir so… Etwas Nacharbeit verlangt das Vorderteil der Luftkanalteilung. Um den Lufteinlaufring korrekt und nur mit minimalster Nacharbeit an den Rumpf zu kleben, muss dieses Teil jeweils an den oberen Kontaktseiten etwas abgeschliffen werden. Wer wie ich das optionale Klarsichtteil für die Darstellung des Landescheinwerfers im Bug (frühe bis-Varianten) verwendet, muss sich hier noch eine recht kleine Maske für den Scheinwerfer schneiden – das im Profipack enthaltene Maskensheet enthält diese Maske leider nicht. Der Lufteinlaufring passt nun korrekt, an den Innenseiten aber müssen recht deutliche Sinkstellen zunächst verspachtelt und verschliffen werden. Mein nächstes Problem betraf dann den korrekten Sitz der Waffenschachtabdeckung. Diese wollte leider nicht so passen, wie sie eigentlich sollte. Wo hier der Fehler liegt, kann ich nicht wirklich ergründen da die betreffenden Teile wie Fahrwerksschacht, Cockpit und vorder Lufteinlaufabschluss allesamt so sitzen wie sie eben sitzen müssen… - Wer dieses Problem auch hat, sollte weniger die Kontaktflächen am Waffenschachtteil als vielmehr die am Bugfahrwerksschacht etwas abschleifen. Die Übergänge von Lufteinlaufring, Waffenschachtabdeckung und Rumpf habe ich noch leicht überschliffen, hier muss alles schön glatt sein. Die vorderen Ecken der Waffenschachtabdeckung bilden übrigens jeweils den Anfang eines extra eingenieteten Bleches, welches über den Kanonenmündungen sitzt und über den Lufteinlaufring geht und für Schutz vor den Mündungsfeuern dient. Dafür habe ich neue Gravuren hinzugefügt sowie die Nietreihen ergänzt. Und da ich einmal beim Nieten setzen war, kamen gleich noch ein paar Bereiche am Rumpf dazu. Dabei aber schön dezent vorgehen, Die MiG-15 waren sehr sauber verarbeitet und Nietenreihen eigentlich kaum sichtbar. Wer darauf verzichtet, der macht auch nichts verkehrt…

„Fenster“ am Rumpf ? - diese Frage stellt sich angesichts der zwei Klarsichtteile für die zwei Aussparungen am Rumpfheck. Hierbei handelt es sich am Original um die Kunststoffverkleidungen des ARK-5 Radio-Kompass (runde Verkleidung) und des MRP-48P Funkfeuerempfängers. Diese sind am Original tatsächlich aus Transparenten Kunststoff hergestellt, im Laufe der Einsatzzeit wurden diese Verkleidungen jedoch zunehmend stumpf und „blind“. Die Antenne des ARK-5 habe ich aus einem Stückchen Plastik nachgebildet. Als Klarsichtteil liegt auch das Reflexvisier bei. Es passt ebenso wie die hintere Cockpitverkleidung hervorragend an seinen Platz. Eine kleine Stoffabdeckung aus Tape und ein paar Kabel aus Bleidraht habe ich noch ergänzt – auch wenn man das durch das ebenfalls problemlos passende Windshield kaum noch sieht. Die Kanonenverkleidungen sind dann auch schnell angeklebt, die Rohre habe ich noch durch Kanülen ersetzt. Klebenähte überprüfen und vielleicht noch mal fein überschleifen, für die spätere Montage der Drahtantenne zwei Drahtstückchen eingeklebt - damit ist der Rumpf fertig.

Pfeilschnell sind dann die Pfeilflügel- denn hier gibt es nur wenig zu tun. Wer Zusatztanks anbringen möchte sollte aber an die benötigten Bohrungen denken. Eduard legt die drei meistverwendeten Tanks bei: PTB-260 sowie zwei Ausführungen des PTB-400. Alle sind sie gut gemacht und benötigen keine Nacharbeit. Lackieren aber sollte man sie separat. Jetzt braucht man nur die jeweils beiden Flächenhälften zu verkleben und dabei darauf zu achten, ob man die Variante mit Landescheinwerfer im Bug oder eben unter der linken Fläche baut. Für letztere liegt extra ein zusätzliches Flächenteil bei. Damit wären die Tragflächen auch schon fertig ...- ja wenn da Eduard mal nicht noch einen Ätzteilsatz für die Landeklappen herausgebracht hätte. Ausgefahrene Landeklappen im Stand am Boden ? - ein Frage, die sich oft im Modellbau stellt. Und ja, im Falle der MiG-15 ist das sehr oft zu sehen, auch was die Bremsklappen betrifft. Die Landeklappen von Eduard sind hervorragend – aber auch sehr filigran. Da sollte sich wirklich nur der Modellbauer mit entsprechender Erfahrung heran wagen. Die festen Teile für die festen Strukturen an den Flächen hätte Eduard eigentlich besser aus Resin machen sollen – die extrem feinen Teile für die Strukturen habe ich, ehrlich gesagt, nur gerade so und mit Abstrichen an ihren Platz bekommen. Die hervorragenden Klappen aber berechtigen den Aufwand durchaus. 

So klein- so gut sind die Fahrwerksbeine. Filigran und doch stabil – und vor allem zum Stecken passgenau! – Noch nie waren Fahrwerke so einfach zu montieren. Nach der Farbgebung zeigen sich die Feinheiten der Fahrwerke erst so richtig. Die sehr gut gestalteten Räder verfügen über separate Naben und lassen sich so einfach lackieren. Eduard bietet die Räder auch noch mal Resinteile an. Das wahrscheinlich nur, um zu zeigen, daß man selber inzwischen fast genauso gut Spritzgiessen wie Resin abformen kann.
Eine Art Hochzeit ist für mich immer wieder die Montage von Tragflügeln und Rumpf. Das Modell erhält nun seine eigentliche Dimension und Erscheinungsbild. Wichtig dabei ist immer wieder, sich im Voraus über die Neigung der Tragflächen und die Ausbildung des Flächen-Rumpf Überganges zu informieren. An der MiG-15 beträgt die negative Neigung der Tragflächen 2°. Das ist recht wenig, aber noch sichtbar. Ich habe das einfach nach Auge gemacht. Der Übergang der Flächen zum Rumpf ist bei der MiG-15 sehr sauber ausgeführt. Vorteilhaft ist da natürlich, wenn die Flächen wie bei diesem Bausatz auch sauber an den Rumpf passen. Dennoch: für eine wirklich saubere und fehlerfreie Erscheinung gerade bei einer metallischen Farbgebung gehe ich immer auf Nummer sicher und habe die feinen Klebespalte mit Sekundenkleber verfüllt. Da es sich hier aber auch um Paneelstösse handelt, habe ich diese nochmals nachgraviert. Das Ganze überschliffen und auch nachpoliert und lieber einmal mehr kontrolliert – so gibt es später keine ärgerlichen Überraschungen.

Die metallische Farbgebung des kleinen Jets birgt Raum für Diskussion und Spekulation: Naturmetall mit unterschiedlich getönten Paneelen oder ein durchgängiger Aluminium- Schutzanstrich? Um es kurz zu machen: Beides ist richtig. Ich wollte von Anfang an die „325“ von Jevgeniy .G. Pepeljeajev darstellen. Eigentlich müsste es richtig „1325“ heißen, die erste Ziffer nämlich fiel durch den nachträglich zur besseren Identifizierung rot lackierten Bug weg. Wie hat die Farbgebung nun aber bei den sowjetischen MiG’s in Korea ausgesehen? Ohne diesen homogenen Schutzanstrich zeigen sich so einige Exemplare auf zeitgenössischen Fotos diverser sowjetischer Exemplare. Diese Variante war mir natürlich lieber, wenn sie auch aufwendiger ist, kommt doch so etwas „Leben“ auf das Modell. Die Maskierung von Windshield, Haube und der beiden „Fenster“ für die Antennen geht schnell und einfach mit den mitgelieferten Masken. Grundiert habe ich mit Alclad Aluminium, dann wurden einzelne Bereiche und Paneele maskiert und mit Alclad Magnesium und High Polished Aluminium lackiert. Diese Kontraste sind natürlich zu stark, deshalb wurde nach einer nachträglichen Betonung der Gravuren mit einem Gemisch aus Ölfarbe und Feuerzeugbenzin das ganze Modell nochmals mit Aluminium überlackiert. Die rote Farbgebung des Bugbereiches erfolgte mit Revell 330 - ein Rot, das fast überall passt. Da es so aber viel zu „knallig“ wirken würde, habe ich es mit Klarlack versetzt. Wichtig ist hier, den ausgesparten Bereich für die Bordnummer genau zu bemessen. Den entsprechenden Tapestreifen dazu etwas breiter schneiden als das betreffende Decal. Nun noch die Trittflächen mit Mattschwarz lackieren, dann einen Klarlacküberzug mit Gunze Mr. Metal Primer. Wozu das, warum den schönen metallischen Glanz nehmen? – nun, meine Erfahrungen mit Weichmacher auf Alclad-Farben sind sehr schlecht: Weichmacher können Alclad richtig angreifen, der Schaden ist dann ohne neue Decals irreparabel.

Die Decals von Cartograf aber brauchen schon etwas Weichmacher, beim genaueren Hinsehen ist auch eine gewisse Stärke des Trägerfilms erkennbar. Ja, eine Naturmetall – Oberfläche stellt auch höhere Ansprüche an die Decals. Gedruckt sind sie aber sehr sauber, wenn mir auch der Rot-Ton der „325“ etwas zu markant erscheint. Der Glanz des Klarlacks wird nun mit einem abschließenden Überzug aus einem Gemisch von Seidenmatten und Matten Klarlacks von Gunze gebrochen – so stellt sich auch der metallische Glanz wieder ein.
Die Endmontage der separat lackierten Einzelteile verläuft angenehm unproblematisch. Es mögen Kleinigkeiten sein, aber sie fallen mir auf: So gut wie immer muss ich zum Beispiel Schleudersitze für die korrekte Einbauhöhe abschleifen oder anfüttern – hier ist keinerlei Nacharbeit nötig. Die geöffnete Kanzel wird einfach wie in der Bauanleitung vorgesehen mit dem kleinen Passzapfen am Rumpf befestigt – und sitzt so genau da und auch so, wo und wie sie am Original auch sitzt. Und so passt eben einfach alles – Fahrwerke und deren Klappen und sogar die Bremsklappen, vor deren Ausrichtung ich schon etwas Angst hatte. Kritisch aber zeigt sich dann die Höhe der Hauptfahrwerke- hier scheint sich Eduard alleine darauf zu verlassen, das der Modellbauer die Räder deutlich abflacht. Tatsächlich müssten die Hauptfahrwerksbeine schon einen Tick kürzer sein. Obwohl ich ordentlich Ballast im Bug verstaut habe, steht meine MiG gerade so, ich möchte deshalb auch jetzt nochmal auf wirklich genug Bugballast verweisen. Das Staurohr am rechten Tragflügel habe ich alternativ aus einer Kanüle gefertigt.

Hut ab ! - vor diesem Bausatz, den es wie von Eduard gewohnt in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Der Inhalt des „Profipack“ ist dabei für ein wirklich gutes Ergebnis völlig ausreichend. Ja, dieser Bausatz ist schon „State of the Art“ ! Man muss schon sagen: Eduard kann mit den eigenen Zurüstsets diesen Bausatz kaum verbessern – selbst ein Cockpit-Set gibt es noch, welches ich aber gleich völlig außer Acht gelassen habe. Wer noch etwas mehr will bekommt mit dem Exterior-Ätzteilsatz (welcher übrigens für den ersten Bausatz gedacht war) neben Fahrwerksklappen oder Hydraulikleitungen auch noch eine Wartungsplattform und eine Einstiegsleiter. Eine „Weekend“ – Geschichte ist das Modell aber auch in der entsprechenden „Edition“ nicht: So klein und grundsätzlich einfach dieser Jet auch ist, Eduard hat die Messlatte so hoch gelegt, das schon etwas Zeit nötig ist. Die aber nimmt man sich gerne - da es hier wirklich Spaß macht.