Macchi M.C.202 Folgore (HASEGAWA)

Aus der mit einem Fiat-Sternmotor ausgerüsteten M.C.200 "Saetta" wurde 1940 die mit einem in Lizens gebauten DB-601 Reihenmotor M.C.202 entwickelt. Der Erstflug erfolgte im August 1940 und das Flugzeug zeigte sofort bessere Leistungen als ihr Vorgänger mit Sternmotor. Die Motorisierung war damals das Hauptproblem der italienischen Jäger da die eigene Industrie keine leistungsfähigen Reihenmotoren baute. Die M.C.202 war zu dieser Zeit der leistungsfähigste Jäger der Regia Aeronautica (Italienische Luftstreitkräfte).Der Typ war gegnerischen Jägern wie der Hurricane oder der P-40 Kittyhawk überlegen, konnte mit moderneren Mustern wie der Spitfire allerdings nicht mithalten, auch wurde die Stückzahl der hergestellten Exemplare den Anforderungen nicht gerecht. Mit der Verfügbarkeit des DB-605 wurde die M.C.202 später zur M.C.205 "Veltro" weiterentwickelt.

Hasegawa's Kit der M.C.202 "Folgore" (Nr. AP2) besteht aus 39 sauber abgespritzten und negativ gravierten Plastikteilen, 2 sauberen Klarsichteilen sowie - es wird auf dem Kartondeckel schon angekündigt - einem sehr sauber gedruckten Decalbogen von AeroMaster Decals.Damit gehört der Kit zu der einfacheren Art was dem Endprodukt aber absolut keinem Abruch tut.

Die Inneneinrichtung des Cockpits ist sehr einfach, sie besteht aus Sitz, Steuerhebel und Instrumentenbrett mit Decal.Dies ist aber auch durchaus ausreichend da bei gechlossener Cockpithaube auch nichts weiter erkennbar ist. Ich habe aber noch selbstgefertigte Gurte aus Klebeband hinzugefügt.

Der Zusammenbau des Modells ist einfach da die Teile eine sehr gute Passgenauigkeit haben. Lediglich die obere Motorabdeckung muss ein wenig verspachtelt werden. Komplizierter und entscheidend an diesem Modell ist die Lackierung. Dies ist in der Natur der italienischen Tarnschemen der vierziger Jahre begründet : Hier gab es im Wesentlichen zwei Hauptschemen : Unregelmässige Grüne Flecken auf sandfarbigen Grund oder aufgespritze, unregelmässige grüne Kringel oder Rautenmuster auf ebenfalls sandfarbigen Grund.Das erstere Schema dürfte eigentlich nur durch geübtes Aufbringen der grünen Flecken freihand mit Pinsel realisierbar sein, das zweitere verlangt eine Airbrush mit feiner Düse - ebenfalls im Freihandbetrieb. 

Mit den mitgelieferten AeroMaster Decals lassen sich zwei Flugzeuge darstellen die aber leider nicht weiter näher beschrieben werden. Ich habe mich für das Flugzeug mit den unregelmässigen grünen Kringeln entschieden da mir die Arbeit mit der Airbrush doch mehr liegt. Dank Udo Keller's ( von der JG-27 - Website, immer zur Hilfe bereit )Recherchen kann die Herkunft der dargestellten Maschine dann doch noch geklärt werden : Es handelt sich um eine Maschine der 396 . Squadriglia, 154. Gruppo. Die Einheit rüstete Mitte 42 von Fiat G 50 auf den Macchi Jäger um. Die Maschine war im Sommer 43 auf Rhodos stationiert. Danke Udo !!

Die Fahrwerke mit ihren gut passenden Einzelteilen sind gut wiedergegeben Die Decals von AeroMaster Decals lassen sich mit Weichmacher hervorragend verarbeiten, sie haben das richtige Verhältniss von Dicke des Trägerfilms und dessen Stabilität. Gut gelungen ist mir meiner Meinung nach die selbstgezogene Antennenverdrahtung. Diese M.C.202 ist mein erster Italiener - die Eingebung dazu kam mir bei meinem Besuch meines Wiener Modellbaukollegen Karl, dort habe ich ich mir auch gleich den Kit zugelegt .