Republic F-84G "Thunderjet" (Tamiya)

Die F-84 war das erste strahlgetriebene Muster der Firma Republic die durch ihre P-47 im 2. Weltkrieg berühmt wurde. Der Erstflug des ersten Prototyps XP-84 fand am28.02.1946 statt. Die erste Serienversion war die F-84B, sie wurde in 225 Exemplaren gebaut. Ihr folgte die C-Version mit 190 Exemplaren und die D mit 154. Ihr folgte dann schlie▀lich die E-Version die nun "endlich" - wie sich das für Flugzeuge aus dem Haus Republic zu gehören scheint - eigentlich zu schwer war und deshalb nur noch als Jagdbomber und vor allem mit Starthilfsraketen verwendet wurde. Die E-Version wurde in 843 Exemplaren gebaut. Die wichtigste und zahlenmä▀ig stärkste Version aber war die F-84G. Der wichtigste Unterschied zur E-Version war das stärkere Dash-29 Triebwerk (Allison J-35) sowie die Zurüstmöglichkeit für einen lenkbaren Tankausleger in der linken Tragfläche. Die F-84G konnte eine maximale Bombenlast von 1814 kg mitführen und besa▀ als feste Bewaffnung vier Maschinengewehre im Rumpfbug. Die maximale Reichweite betrug 3600km. Damit war die F-84G ein recht leistungsfähiger Jagdbomber, obgleich sie sich im Koreakrieg technisch nicht gegen die hervorragende MiG-15 durchsetzen konnte. Von der G-Version wurden 3025 Exemplare gebaut.

 

Beim Besuch meines Modellbaufreundes "Det" - Detleff Hoffman in Berlin kaufte ich unter anderem den F-84G-Kit von Tamiya. Was soll ich den Bausatz eigentlich weiter beschreiben? Tamiya ist eben einfach eine Perle unter den Kit-Herstellern : Absolut sauber und Gratfrei hochdetaillierte abgespritzte Teile, die Klarsichteile kristallklar. Das Besondere an diesem Bausatz : die Wartungsklappe am Bug für die vier Maschinengewehre lässt sich geöffnet darstellen und das entsprechende Innenleben ist genauso wie das Cockpitinnere hervorragend detailliert. Die Starthilfsraketen sowie Bomben und Kraftstoffabwurfbehälter sind auch dabei.

Die Decals lassen den Bau von zwei Flugzeugen zu : eine der 508.SFW, 271.FS von 1956 und eine der 58th FBS "Four Queens", 454th FS die 1952 im Koreakrieg in Taegu stationiert war. Die Decals sind von hervorragender Qualität und lassen sich hervorragend verarbeiten.

 

Der Zusammenbau ist problemlos, die Passgenauigkeit sehr gut. Lediglich die Rumpfhälften müssen im hinteren Bereich unten und oben ein wenig verspachtelt werden, dasselbe trifft für die Tragflächenendtanks zu.

 

Wichtig beim Zusammenbau ist das man vor dem Zusammenkleben der beiden Rumpfhälften ausreichend Ballast im Bugteil unterbringt da das Modell durch sein sehr weit vorne liegendes Bugfahrwerk eine schlechte Schwerpunktlage hat. Für den Notfall aber hat Tamiya vorgesorgt und eine transparente "Heckstütze" mitgeliefert.

 

 

Bei der Lackierung sollte man sich grö▀te Mühe geben - die hervorragenden Gravuren schreien einfach nach einem guten Metalloutfit. Ich habe der sehr glatten Alulackierung noch einige Rostspuren hinzugefügt um das Modell ein wenig authentischer wirken zu lassen.

Als ich den Bau des Modells gerade begonnen hatte fuhr ich im Mai 2001 nach Wien um dort einen Modellbauer mit ca. 40 jahren Modellbauerfahrung zu besuchen. Ich habe ihn über diese meine Homepage kennen gelernt und wurde von ihm schlie▀lich eingeladen : zum "Modellbauladen-Kaffeestubnbummel" durch Wien ! Und hierbei erstand ich eben unter anderem den Decalsatz " Thunderjets over Korea" von Aeromaster Decals". Eigentlich kann man mit den mitglieferten Tamiya-Decals hochzufrieden sein, da ich aber mal einen Kit bauen wollte der nicht nur "Out of the Box" ist wählte ich aus den drei möglichen Varianten des Aeromaster Decals die "Lil Butch", eine Maschine der 9. Fighter Bomber Squadron der 49. Fighter Bomber Group die im Koreakrieg in Taegu stationiert war. Wichtig bei den Decals von Aeromaster ist aber das man sie mit viel Weichmacher behandelt.

Das freudige Ergebnis angenehmer Bastelstunden mit diesem Tamiya-Kit ist ein wunderschönes Modell eines Geschichtemachenden Jagdbombers.