General Dynamics F-16C Block 40 Falcon (Viper)

Den Typ selbst habe ich im wesentlichen schon bei meiner F-16 von AMT/ERTL beschrieben - deswegen schreibe ich hier nichts weiter dazu.

Die F-16 habe ich in meinem Modellbauleben nun schon öfters gebaut : zuerst irgendwann den alten Kit von Revell, dann kam Hasegawa an die Reihe und dann der besagte von AMT/ERTL. Damit hatte ich eigentlich genug von dem Typ , zumal genug andere noch nie von mir gebaute sich bei mir stapeln. Aber so ist es nun mal im Leben : Plötzlich knallt es ! - und diesmal ist mein Modellbaufreund Jörg schuld : Er nahm mich mit zu seinem Modellbauhändler in Cheb (CSR) und da war so vieles in den Regalen das ich erst nur mal staunen konnte. Und bei all den Kits, Zubehörteilen und Zeitschriften eben auch ein Regal voll mit Zurüstkits von Chech Master Kit - kurz CMK. Ich muss dazu bemerken das ich aus bestimmten Gründen mit einem anderen Modellbauprojekt gerade in der Klemme steckte und nicht weiterkam - ein schlimmer Zustand für einen abhängigen Modellbauer wie mich ! Und da war nun dieses Regal mit all diesen Zurüstkits - und da faszinierte mich auf einmal ( weil ich die F-16 nun eben schon öfters gemacht hatte) diese zwei Zurüstkits für eine F-16C Block 40 : Da war alles dabei was ich in dieser Qualität bei besagten Kits noch nicht gesehen hatte : Lufteinlauf mit Bugfahrwerksschacht, Nachbrenner, Hauptfahrwerksschacht, Schleudersitz, Cockpit mit Bordwänden, Gunbay, Seitenruder sowie Querruder, Radarkonus, Lufteinlaufabdeckung, Räder und Radar/Bugelektronik und Fahrwerksabdeckungen als Resinteile sowie einen Metallätzbogen mit Instrumentenbrett, Patronengurt mit Munition, Verschlüsse der Cockpithaube, Radarantenne, HUD und Kleinteile für Cockpit und Schleudersitz. Ich habe den Kram sofort gekauft und einen Kit der F-16A von Hasegawa noch dazu.

Kaum Zuhause angekommen ging es los : Aussägen des Bereiches für die Gunbay, des Fahrwerksschachtes und der Elektronicbay im Bug. Ich habe so etwas noch nie vorher gemacht, aber da ich ohne Hemmungen und vollster Bastelwut ranging ging sofort alles glatt. Dann wurde es haariger : das Anpassen der betreffenden Resinteile an die entsprechenden Rumpfbereiche. Und hier habe ich schon mehr geschwitzt ! Auf der einen Seite mussten die Rumpfbereiche stark dünner geschliffen werden und auf der anderen Seite die Resinteile exakt zugesägt und geschliffen werden damit alles überhaupt zusammenpasste und die beiden Rumpfhälften überhaupt ohne Spalten zusammen passten. Diese Arbeit hat mich 2 Wochen gekostet. Eine schöne Fummelei war die Lackierung des hervorragenden Resincockpits und die Komplettierung des Schleudersitzes mit seinen 9 Ätzteilen. Nun endlich wurde die Rumpfhälften verklebt.

Nun wurden bei den Tragflächen die Querruder ausgesägt - ersetzt wurden diese durch Resinteile, dann erfolgte die Montage der Tragflächen. Nun besah ich mir im Internet einige andere F-16 Modelle aller Masstäbe und mir fiel eines auf : kaum eines zeigt die Bremsklappen gespreizt. Es juckte mir in den Fingern und los ging es : entsprechende Bereiche absägen und neu bauen ! Das war dann auch der aufregendste und für mich anspruchvollste Teil des Baus : ich wollte sowohl die Spreizgelenke als auch die Struktur der Bremsklappen darstellen. Nach langer Fummelei und ewigen Fluchens schaffte ich das auch so einigermassen wobei diese Klappenkonstruktion dann auch noch an die selbstgebauten Hydraulikzylinder (sieht man am fertigen Modell kaum) befestigt werden sollten.

Eigentlich sollte dieses Projekt ein Geheimniss bis zur Fertigstellung bleiben - ein wenig Hilfe aber musste ich mir bei Flugzeugforum aber doch schon holen was den Schleudersitz betraf. Und so ganz nebenbei machte mich da ein User auf den neuen Revell-Kit der F-16 von Revell aufmerksam. Also erst mal los und diesen gekauft. Dieser Kit ist nun wirklich gut - dennoch ärgerte ich mich nicht mit dem von Hasegawa begonnen zu haben : Die Stärken des neuen Revell-Kits gegenüber dem Hasa-Kit liegen vor allem bei den Kleinteilen, dem Cockpit, Bugfahrwerk, Waffenpylonen, Lufteinlauf und in den sehr guten Höhenleitwerken. Dagegen fällt der Revell-Kit gegen den alten Hasegawa-Kit was das komplette Seitenleitwerk angeht stark ab - Hasegawas Leitwerk ist einfach liebevoller detailliert. Die anderen Revell-Teile konnten mich kalt lassen - ich hatte sie ja in Form der Resinteile in noch besserer Qualität und die schön gefärbte Haube von Revell passt nicht auf das Hasa-Cockpit und scheint überhaupt zu gross zu sein. Also verwendete ich vom Revell-Kit nur die Höhenleitwerke, den Luftdatengeber am Bug sowie das komplette Bugfahrwerk. Die Bewaffnung aus dem neuen Revell-Kit ist auch ganz gut - die aus dem Hasegawa-Waffenset der neueren Form aber finde ich wieder besser und so wurden auch diese verwendet.

Nun aber hatte ich ein Problem : das Seitenleitwerk von Revell wollte ich nicht nehmen, der F-16 Kit von Hasegawa den ich hatte war eine A-Version mit der anderen Leitwerksfinne. Ein F-16C-Kit von Hasa war nicht aufzutreiben auf die Schnelle. Was nun? -Na meine alte F-16C  von Hasegawa ! - Leitwerk ab und Farbe abgeschliffen und ran damit an das neue Modell. Womit ich nun zur Lackierung übergehen konnte. Dazu musste zunächst maskiert werden - auf das Cockpit kam die Haube von meinem alten Hasa-Modell und dann wurde es fummeliger da nun Lufteinlauf, Gunbay und Elektronikbay/Radarbay mit einem ganzen Haufen Tamiya-Maskingtape-Streifen zugekleistert wurden. Die Fahrwerksschächte wurden einfach mit den Klappen aus dem Hasa-Kit abgedeckt.

Nun konnte es losgehen mit der Lackierung. Diese erfolgte mit Xtracolorfarben womit man nix falsch machen kann, die Nachbrennerdüse wurde mit Alcad II - Exhaust lackiert - die Alcad verwendete ich damit erstmals und bin hochzufrieden damit. Dann begann der nächste Problemteil : die Decals ! Der ganze F-16 Bau war ein Schnellschuss und ich auf Nichts vorbereitet. Ich hatte einfach keine passenden Decals ! Die Spangdalem-Kenner aus dem Hasa- oder Revell-Kit wollte ich nicht nehmen, was anderes hatte ich nicht da - doch ich hatte noch was : Von dem AMT/ERTL Modell waren noch die unbenutzten Kenner einer Maschine der ANG von IOWA da. Da wurden Erinnerungen wach : Als ich damals diesen Kit baute und die Decals verwendete war ich mit diesen hochzufrieden. Sie sind hauchdünn, extrem flexibel und reagieren hervorragend auf Weichmacher. Damals hatte ich ( Gott sei Dank !!) kein Auge dafür, doch nun stach mir die schöne Leitwerkslackierung der "The Bats/Siox City" in's Auge und gefiel mir auf Anhieb. Also ran damit was Problemlos gelang. Nun wurden die Gravuren etwas hervorgehoben und dann die Klappen mit Pastellkreide aufgehellt .

Dann kam ein echtes Problem - die Cockpithaube . Die ist bei der F-16 getönt. Revell's Haube in Uringelb lies sich aufgrund der Passungenauigkeit nicht verwenden. Also die Hasa-Haube selber tönen. Hatte ich bei meiner alten Hasa-F-16 gemacht und übertrieben. Nun also ein Neuversuch. Die F-16 Hauben haben auf den verschiedenen Fotos einen gelblichen, goldbraunen oder Rauchfarbenen Ton - je nach Lichteinfall oder weis ich was. Ich wollte mir nun was Goldbraunes zusammenmixen. Dazu verwendete ich als Basis Humbrol's Clear Rough und vermischte es mit Alcad II Exhaust weil das so eine Art Goldton ist. Nun machten ich eine Probelackierung auf einer alten Kanzel. Das Ergebnis sah gut aus. Also dasselbe mit der richtigen Haube. Ergebnis : Haube versaut da total trübe gewurden. Ich versuchte das nun runterzuschleifen und zu polieren was aber nicht so richtig gelang da sich das Ganze auf der Innenseite der Haube abspielte.

Also zog ich los und beschaffte mir den einzigen F-16 Hasegawa-Kit der in Gera zu haben war : eine A-Version mit Thunderbirds-Decals. Nun wurde die Innenseite der Haube lediglich mit Humbrol Clear Rough lackiert und das Ergebnis war so einigermasen befriedigend. Nun ging es zunächst an die Montage der Fahrwerke. Beim Vergleich der 3 Bausätze den ich nun machte (Revell, Hasegawa und AMT/ERTL) stellte ich fest das das Hauptfahrwerk von AMT am filigransten ist. Revell und Hasegawa nehmen sich nicht viel. Also nahm ich das Hasegawa - Fahrwerk und veredelte dieses durch zusätzliche Bohrungen und Hydraulikleitungen.

Die Treibstoffzusatzbehälter nahm ich vom Revell-Kit da diese besser als die von Hasegawa sind. Die Montage der gespreizten Bremsklappen wurde zum Geduldsspiel - die Spreizgelenke musste ich noch mal neu bauen da die ganze Konstruktion sonst nicht gepasst hätte. Die Radar-Antenne habe ich mit Pale Yellow von Revell lackiert - eine seltsame Farbe die an dieser Stelle aber sehr realistisch wirkt.

Die Gunbay wurde durch die Montage des Munitionsbehälters und der Patronengurte mit Munition vervollständigt. Das Einkleben der Schutzabdeckung im Lufteinlauf war noch mal ein Nervenkrieg.

Das Staurohr baute ich mir selber aus Draht. Damit war die F-16 fertig - ich habe letztendlich 3 Bausätze ( 1x Revell und 2x Hasegawa) , 2 Resinzurüstkits von CMK und Decals aus einem weiteren Kit - dem von AMT/ERTL - benötigt. Ein ganz schöner Aufwand ...

Später habe ich dann noch selbstgebaute Schutzkappen an den Lenkwaffen und RBF-Flags von Reheat montiert :