FB-111A Aardvark (Hasegewa)

Die F-111 sollte den Erfolg der F-4 Phantom II fortsetzen den diese bei der AIR FORCE und der NAVY hatte. Der Grundgedanke dabei war das wie bei der Phantom ein Grundmodell als Ausgangsmuster für NAVY und AIR FORCE dienen sollte. Dies ging auf Grund der doch sehr unterschiedlichen Auffassungen und Anforderungen gründlich schief. Die NAVY hat eine F-111 nie im Einsatz gehabt. Die AIR FORCE hielt jedoch an der F-111 fest und es entstand eine für ihre Zeit höchst fortschrittliche und anspruchsvolle Maschine mit vielen technischen Neuerungen wie Zb. Schwenkflügel und komplett absprengbare Kabineneinheit. Ihr Erstflug fand 1964 statt. Die F-111 gab es in mehreren Versionen, die wichtigsten waren die A,D,E,F, und die FB-111A. Die F-111 wurde sogar im Vietnamkrieg eingesetzt es gingen jedoch schon bei den ersten Einsätzen 3 Maschinen verloren. Die Absturzursachen sind bis heute nicht genau geklärt, es soll sich aber um Probleme mit der hochkomplizierten Tiefflugavionik gehandelt haben. Die Maschinen wurden dann sofort aus dem Vietnameinsatz zurückgezogen. Die F-111 galt während ihrer gesamten Einsatzzeit als "Heisser Ofen" und ihre Piloten waren besonders stolz. Weitere "heisse" Einsätze erlebte der Typ mit wesentlich mehr Erfolg in Lybien und im Golfkrieg. In den 90er Jahren wurden dann die letzten Maschinen ausgemustert. Damit ging eine wichtige Ära in der US.AIR FORCE zu ende, war doch dieses Modell eines der letzten aus den 60er Jahren.

 

Der Bausatz K35 von Hasegawa stellt die Fb-111A dar, die Langstreckenvariante der "Aardvark". Diese war in 76 Exemplaren bei der 509. und der 380. Bomberwing des S.A.C. eingesetzt. Für beide Geschwader liegen Decals bei. Ich habe mich für die der 509. entschieden. Der Bausatz (zusammen mit seinen "Schwester" - Bausätzen K32 - K36 und Kt3) ist einer der aufwendigsten und schönsten der mir je unter die Hände gekommen ist. Er enthält 155 hervorragend negativ gravierter Einzelteile. Das Cockpit und selbst der nach dem Zusammenbau nicht mehr einsehbare Hauptfahrwerksschacht sind hervorragend detailliert und und verursachen den selben Aufwand wie der Bau eines einfachen kleinen Modells. Der Zusammenbau des aufwendigen Rumpfes in Verbindung mit den in verschiedenen Positionen darstellbaren Tragflügeln deren Klappen ebenfalls ausfahrbar darstellbar sind , ist nicht unkompliziert und für Anfänger nicht zu empfehlen.

 

Einen Wermutstropfen hatte der Bausatz aber doch: das hintere Rumpfunterteil , das sehr kompliziert ist, war bei dem Bausatz K36 (F-111E) den ich eigentlich bauen wollte derart verzogen das ein ordentlicher Zusammenbau unmöglich war.Ich beschaffte mir deshalb einen weiteren Bausatz K36 und musste feststellen das dasselbe Teil denselben Fehler aufwies. Ich wollte das ganze schon fast aufgeben als ich dann durch Zufall an den Bausatz K35 (FB-111A) herankam - und hier war dieses Bauteil perfekt!. Am Ende enstand ein eindrucksvolles Modell das seinem Preis und Bauaufwand voll gerecht wird.

Die FB-111A von Hasegawa ist ein besonders genau und aufwendig detailliertes Modell. Nach geglücktem aufwendigen Bau präsentiert sich ein eindrucksvolles Modell.

 

Besonders schön : die Detaillierung des Cockpits sowie der Fahrwerke. Für absolute Profis gibt es für dieses Modell von VERLINDEN auch ein Ätzteil -Set.