F-105G „Thunderchief“  
Trumpeter 1:72

 

Es war der letzte Entwurf von Alexander Kartveli – und als solche war sie unverkennbar: Ein großer und schwerer Jagdbomber. Als Ablösung für die F-84 sollte die F-105 bei jedem Wetter nukleare Waffen ins Ziel bringen können, mit Überschallgeschwindigkeit fliegen können und dabei mit modernster Avionik ausgerüstet sein. Noch mit herkömmlichen Lufteinläufen -  wie an der F-84F - startete am 22.Oktober 1955 die YF-105A mit dem J-57 Triebwerk zum  zu ihren Erstflug. Die Leistungen aber blieben weit hinter den Erwartungen zurück, der ganze Entwurf wurde überarbeitet. Der Rumpf war nun nach der Flächenregel in Wespentaillienform ausgelegt, die auffälligen Lufteinläufe entstanden aus dem Bedarf an genug Luftzuführung für das Triebwerk. Der interne Bombenschacht aber wurde nie mit Waffen beladen, sondern nahm einen zusätzlichen Treibstofftank auf. Die erste Serienversion war die einsitzige F-105B, welche im August 1958 bei der 335th FS ihren Dienst aufnahm. Doch zunächst konnte der Typ nicht gerade glänzen: 150 Wartungstunden pro Flugstunde und ein praktisch nicht vorhandener Klarstand wegen ständig ausgefallener Avioniksysteme kennzeichneten die erste „Einsatzphase“. Die nächste Serienversion war die stark verbesserte F-105D. Durch das nun eingebaute R-14 Radar verlängerte sich der Rumpfbug und auch sonst kamen einige neue Systeme wie etwa der Luftbetankungstutzen hinzu. Diese neue Variante war erheblich leistungsstärker, litt aber am Anfang auch noch über eine zu hohe Ausfallquote.  Nach und nach aber reifte die „Thud“ nun zu einem wirklich einatzfähigen, leistungsstarken und sehr modern ausgerüsteten Muster heran. Damit kam sie genau richtig zum Kampfeinsatz in Vietnam, wo sie schliesslich berühmt wurde. Republic hatte mit der C- und E-Variante bereits einen Doppelsitzer mit moderner Verglasung vorgeschlagen, beide aber wurden aus Kostengründen abgelehnt. Mit dem intensiven Einsatz über Vietnam aber war nun ein Doppelsitzer plötzlich stark gefragt – so entstand die F direkt durch Ergänzung einer zweiten Cockpitsektion aus der D. Auch im Kampfeinsdatz bewährten sich die Doppelsitzer und wurden vor allem als „Wild Weasel“ im Einsatz gegen vietnamesische FLA-Raketenstellungen eingesetzt. Die hierfür am höchsten spezialisierte Variante nannte man schliesslich F-105G. Während die F-105D nach starken Verlusten 1970 aus dem Kampfeinsatz zurückgezogen wurden, flogen die F-105G bis zum Ende des Vietnamkrieges im Kampfeinsatz. Nach dem Krieg in Vietnam kehrten die verbliebenen F-105G zur Air National Guard zurück und flogen dort bis Anfang der 80er Jahre. Am 25. Februar 1984 schliesslich hatte die F-105 ihren letzten Einsatzflug – womit auch die Geschichte eines durch die P-47 berühmt gewordenen Herstellers engültig beendet wurde.

 

Fast 10 Jahre ist es her, da lag sie auf meinem Basteltisch: Die F-105 von Monogram. Gute Formgebung, tolle Detaills – aber eben erhabene Paneelinien. Ein Bausatz von 1984 eben. Umgravieren wollte ich die ansonsten auch noch nach heutigen Maßstäben gut dargestellten Teile. Ich habe es damals aufgegeben, es war einfach zu viel für meine ersten Gehversuche in Sachen Gravierarbeiten. So lagen denn diese Bausätze im Regal herum. Bis dann 2007 Trumpeter seine 72er Varianten der berühmten „Thud“ herausbrachte. Da war ich schon sehr gespannt was dem Modellbauer da geboten wird. Ja, wie soll man diese Bausätze eigentlich am besten umschreiben? Sauber abgeformte Plastikteile, ein gut gemachtes Schubrohr mit Nachbrenner. Die Klarsichteile sauber, schlierenfrei und transparent. Ein glattes Cockpit mit einfachen Schleudersitz – alles schön und in Ordnung so weit. Aber diese „Nieten“-Reihen welche ganz einfach zu grob sind, seltsame Räder, zu kleine Lenkwaffen - und was eigentlich hat das Seitenleitwerk der einsitzigen D-Variante auf der längeren G zu suchen ? Der Decalbogen macht erst mal einen guten Eindruck, die Anleitung dazu aber bietet weniger Antworten als eben Decals darauf sind. Soll man diesen Bausatz eigentlich wirklich verwenden ? Es gibt ja eben diese schon lange hochgelobten Monogram-Bausätze ...
Da hilft zur Entscheidung nur ein Vergleich mit dem Original: Risszeichnungen und Fotos sind für mich die „Messlatte“ gewesen. Und ich war dann doch überrascht: Die Monogram-Thuds sind eben auch nicht ohne Fehl und Tadel ! Da stimmt die Kontur des Radoms nicht, die Frontverglasung ist zu kurz und am Heck sind die auffälligen Tulpen-Bremsklappen einfach zu klein. Und diese Fehler hat Trumpeter eben nicht gemacht. Der Bausatz selbst passt bestens auf die Risszeichnungen, die Verglasung stimmt und die Bremsklappen haben die realistischen Dimensionen. Und diese beiden Punkte eben sind kaum bis gar nicht zu ändern. Das falsche Leitwerk aber ist schnell ausgetrennt und durch das von Monogramm ersetzt. Bleiben noch diverese „Kleinigkeiten“, doch diese sind mit Hilfe der Zubehörindustrie und durch Eigeninitiative lösbar. 

Also habe ich zuerst mal das Seitenleitwerk von den Rumpfhälften entfernt – bei Monogram und Trumpeter. Das geht schnell und unkompliziert mit einem Gravierwerkzeug. Da kann dann auch noch gleich die Kielflosse entfernt werden. Diese ist einfach zu dick, die Alternative kommt von Quickboost. Die nun entstandenen Rumpfausschnitte werden mit kräftigem Plastiksheet unterbaut, dies Material soll später die neuen Teile tragen. Für das später einzuschiebende Schubrohr wird ein Stück Plastik als Anschlag eingeklebt, damit die richtige Einbautiefe dieses Teiles gesichert ist. Nun beginnt das Thema Cockpit – und das ist ein „Knackpunkt“! Das Cockpit von Trumpeter ist zum einem recht einfach dargestellt, zum anderem aber in seinen Dimensionen aber ganz schön daneben. Das betrifft vor allem die Höhe des vorderen Instrumentenbrettes. Auffällig sichtbar wird dies durch die viel zu hohe Cockpitabdeckung – die vordere Cockpitverglasung macht damit rein technisch gar keinen Sinn. Von Pavla gibt es nun ein Resincockpit für die G-Variante.  Da hat man sich diesbezüglich schön an den Trumpeter-Teilen orientiert. Aber zumindest die Wanne kann gut verwendet werden, da sie immerhin die jeweiligen Durchbrüche zur hinteren Sektion verfügt. Für die Instrumente selbst wollte ich ohnehin die optisch sehr schönen Ätzteile von Eduard verwenden. Die sind nun wirklich sehr schön und passen ohne Anpassung in das Trumpeter-Modell. Und sind somit genauso falsch. Nämlich zu groß. Und das richtig dolle ! Was nun ? Das hintere Frontpaneel geht ja noch gerade – da bekommt schon noch einen der eigentlich drei am Original vorhanden Rückspiegel hin. Aber das Vordere muss eingekürzt werden, so weh das auch tut. Aber das kann leider nur ein Kompromiss sein: ca. 1,5mm, mehr geht nämlich nicht, sonst zerstört man ganze Insrumentengruppen. Es müssten aber eigentlich fast 5mm sein ! Die ganzen richtigen Dimensionen zeigt hier übrigens das schön modellierte Monogram-Cockpit. Ich aber hatte das von Eduard nun einmal zusammen und wollte einfach nicht mehr zurück. Also eben ein Kompromiss. Die Abdeckung wurde ebenfalls entsprechend gekürzt, nun konnte das Cockpit eingeklebt werden.Der Bugfahrwerksschacht wurde lackiert und ebenfalls eingeklebt, in den vorhanden Zwischenraum vorne konnte nun Bleiballast eingebunden werden. Dabei mit Bedacht vorgehen: Das Fahrwerk der Thud ist eher filigran. De Kanonenschacht habe ich verschlossen, da mir der Aufwand für einen realistischen Neubau einfach zu groß war. Ich habe den dafür woanders betrieben. Nach der Lackierung der Innenräume wurden die Rumpfhälften nun ohne Probleme verklebt.
Die Tragflächen selbst sind problemlos, entscheiden muss man sich nur für abgesenkte Klappen oder nicht. Möglich sind bei am Boden stehen Thuds beide Varianten, ich hatte mich für abgesenkte Klappen entschieden. Diese müssen dazu an den Innenseiten etwas abgefeilt werden.
Nun ging es an die Oberflächen, diese viel zu auffälligen Nietenreihen müssen zumindest deutlich abgemildert werden. Am Original sind, wenn überhaupt, nur Verschlüsse der Wartungsklappen sichtbar. Der Aufwand dazu ist nicht ohne, die Nietenreihen wurden mittels Pinsel und unverdünnter Farbe abgedeckt und überschliffen. Das Ganze erfordert mindestens drei Durchgänge, wobei nun auch einige Gravurlinien wieder nachgezogen werden mussten. Völlig verschwunden aber sind die Nietenreihen dannach immer noch nicht. Vor der Montage der Tragflächen sollte man hier an die Stabilität des Modells denken. Der relativ schwere Rumpf hängt nun an zwei Flächen, welche mittels recht schmaler Klebeflächen ohne jeglichen Hilfsholm mit dem Rumpf verbunden werden. Mir war das zu gefährlich, deshalb habe ich hier lieber noch einen „Hauptholm“ aus starkem Stahldraht eingezogen, welcher beide Flächen untereinander verbindet.

 

Vom Hersteller selber ging nur die „F“ vom Band. Ursprünglich als Trainer gedacht, fand sie sich aber bald als „Wild Weasel“ im Kampfeinsatz: Der hintere Copilot war eine erfreuliche Entlastung. Mit der Zeit wurden eine Anzahl dieser Maschinen immer weiter, aber recht unterschiedlich aufgerüstet (etwa „Wild Weasel I“ & Wild Weasel II“). 1969 wurde dann entschieden, eine Anzahl von Exemplaren auf einheitlichen und weiter modernisierten „Wild Weasel III“ – Standard zu bringen. Diese wurden zunächst als EF-105F, später dann als F-105G bezeichnet  Herzstück waren die AN/ALQ-105 Pods an den Rumpfseiten, welche entsprechende ECM-Pods an den Flächenpylonen völlig ersetzten. Hierbei nicht beirren lassen: So manche  EF/G bekam diese Behälter nicht gleich. Weitere Merkmale der „G“ sind dazu das völlig umgestaltete hintere Cockpit, die geänderten Flächenrandbögen mit dem AN/ALR-31  sowie die vier kleinen dreieckigen Antennen des AN/APR-35/36 am Radom. 60 Exemplare wurden insgesamt so zur „G“ umgerüstet und konnten nun auch die verbesserte AGM-78B einsetzen.
Wenn man dies alles weiß, fragt man sich schon, warum bei Trumpeter die AN/ALQ-105 Pods nicht separat im Bausatz sind. Monogram hat dies so gemacht – und konnte alleine dadurch eben auch die „F“ umsetzen.
Verwendet habe ich schliesslich Lenkwaffen aus dem Hasegawa Waffenset Nr. IV, welche ich noch etwas nachdetailliert habe. Die Zusatztanks und die sehr guten Pylone sind von Trumpeter. Bei letzteren hätte man sich in der Bauanleitung ruhig etwas mehr Mühe mit deren speziellen unterschiedlichen Einsatzbeladungen machen können – der hier unwissende Modellbauer kann da nur raten. Die Doppelstarter für die AGM-45 waren durchaus im relaen Einsatz, an den G-Exemplaren aber wenn, dann äuserst selten. Bleibt noch das Radom. Wie am ganzen Bausatz hat man auch hier etwas sehr gut begonnen, aber nicht richtig zu Ende gedacht. Die Rumpfanschlusseite des Radoms ist originalgetreu detailliert – nur warum dieser Aufwand ? Da das Radom einteilig abgegossen wurde, ist der Innendurchmesser zu klein, um dies Radom geöffnet darzustellen – das Scharnier dazu ist vorhanden. Ein Radar gibt es dann letztlich auch gar nicht im Bausatz. Nun, das ist kein Problem, das Radom passt ja bestens an den Rumpf. Aber mich ritt der Teufel, da ich dies Detail so schön fand, wollte ich es nicht verstecken. Der Aufwand dazu ist nicht ohne und kann an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden.Nur soviel sei gesagt: Nur das hintere Segment des Trumpeter-Radoms kam modifiziert zum Einsatz – der Rest ist Eigenbau.

       

Kommen wir also lieber zur Lackierung und den Decals.
Hier habe ich mir jeden Aufwand erspart – es ist auch so zeitraubend genug, die vier Farbtöne der SEA-Tarnung aufzubringen. Keine Grundierung, keine Vorschattierung, die hochglänzenden und hervorragend zu verarbeitenden Xtracolor-Farben kamen direkt und fast frei Hand auf das Modell. Ich habe die Farbgrenzen lediglich mit gerolltem UHU-TAC  maskiert. So ergibt sich auch eine feine unscharfe Abgrenzung der Farben – die Originale wurden in Südostasien auch nur unter Feldbedingungen umlackiert. Dies nach einem Grundschema, welches von jedem Farbprofil, jedem Bausatz und jeder Decalanleitung etwas anders angegeben wird. Dies war nun am Original ebenso, es sind genau besehen allesamt „Unikate“.  Wer es also ganz genau nehmen möchte, der braucht hier als Vorlage Fotos des expliziten Vorbildes. Für meine „Muttley The Flying Dog“ der 17. WWS hatte ich zumindest ein Foto vom Lufteinlauf... Die gesamte Alterung beschränkt sich auf das nachziehen der Gravuren mit der entsprechenden Farbe, welche dazu leicht abgedunkelt wurde, sowie späteres Aufbringen von Schmutzspuren vor allem an den Auslässen mittels schwarzer Farbpigmente. Ein Thema bei der Lackierung sind nun auch die Zusatztanks und ihre Pylone. Da ist fast alles möglich: Komplett hellgrau, dazu oben dunkelgrün oder auch nicht, bei beiden Varianten ganze Segmente in Naturmetall und die Pylone können dabei auch noch am Rumpftank ganz, oder an den Flächentanks teilweise dunkelgrün lackiert sein.
Solch Variantenreichtum trifft übrigens auch auf die Fahrwerksschächte zu : Weis, Hellgrau, Silber, ursprünglich Grün oder alles miteinander kombiniert – das Bodenpersonal hatte nicht immer für Alles Zeit. Da ich dafür nun gar keine genaue Vorlage hatte, habe ich eben hier einfach ebenso kombiniert. Bei den Fahrwerksbeinen liegt man mit einem Stahl/Eisenfarbton richtig, das Radom war immer Schwarz, das hintere Segmant aber getarnt. Am Seitenleitwerk ist die Endkappe hellgrau, darunter kann ein farbiges Band sein. Der Radarreflektor war fast immer farbig, mitunter mit der Flugzeugnummer oder einer „Noseart“ versehen.  Die Kabinenhauben haben je nach Vorbild Schwarz oder Blau eingefärbte, breite untere Ränder mit den Namen der Crew. Die Dichtungsbänder der Verglasung muss nicht, war aber meistens Gelb bis Blasgelb sichtbar, ausgenommen ist hier die plane Frontscheibe.
Bei den Decals ist Vorsicht geboten: Ein großer Teil der sonst wirklich guten Beschriftungen ist auf dem Trumpeterbogen einfach zu groß. Hier halfen mir entsprechende Decals aus Microscale- und einem Two Bobs-Bogen. Ich wollte von Anfang die JB AF 6329, Korat 1972 darstellen. Deren Markierungen gibt es von Microsscale. Das Haifischmaul und die Hoheitszeichen aber steuert Trumpeter bei – hier stimmt nämlich die Größe.  Die Trumpeter-Decals kann man ordentlich vor dem Auftragen in Daco „Strong“-Weichmacher tauchen, dann legen sie sich auch vorzüglich in die Gravuren. Mit den Decals von Two Bobs und Microscale aber sollte man dies nicht machen, diese lösen sich so sofort auf. Trumpeter gibt für einen großen Teil der vorhandenen Stencils keinerlei Positionsangaben an – das ist traurig, da zb. auch alle Hinweise für die Pylone, Tanks und Waffen vorhanden sind. Ich bin bei deren Anbringung nach Vorbildfotos vorgegangen. Versiegelt wurde das Ganze mit seidenmatten Klarlack von Humbrol.
 

Die Fahrwerksbeine bilden ohne Änderung im Zusammenspiel mit den abgeflachten Rädern von Aires die wirklich orginalgetreue Standhöhe. Beachtet werden sollte die richtige Montage der vier Tulpen-Bremsklappen des Nachbrenners: Alle ganz leicht geöffnet und nur die Untere ausgefahren – das ist der Standard am Boden bei nachlassendem Hydraulikdruck. Bei der Landung der Thud öffneten übrigens nur die beiden seitlichen Klappen, da die Untere sonst am Boden aufgesetzt hätte und die Obere dem Bremsschirm im Wege gewesen wäre. Dessen Klappe ist übrigens am Boden auch öfters geöffnet zu sehen und so habe ich diese auch dargestellt.
Die Cockpithauben sind auch etwas unüberlegt ausgeführt – sie passen im geschlossenem Zustand nicht wirklich und für den geöffneten Zustand fehlt hinten der Rechteckige Rumpfanschluss. Diesen habe ich in Form von einem Stück Plastik noch vor der Lackierung der Hauben angeklebt und am Haubenrand selber jeweils ein Bohrung gesetzt, in welcher der als Hydraulikzylinder dienende abgewinkelte Stahldraht eingeklebt wurde. Für diesen Draht wurden direkt hinter den Schleudersitzen eine entsprechende Bohrung gesetzt, womit die Hauben nun einfach und stabil geöffnet dargestellt werden können. Der Öffnungswinkel ist dabei auffallend steil.

       

Es kommt ganz auf den persönlichen Anspruch an. Möchte man einfach ein 72er Modell der F-105, ist man mit dem Trumpeterbausatz wirklich gut bedient. Möchte man aber ein originalgetreues Modell der F-105G, so liefert Trumpeter nur die bessere und zeitgemäsere Ausgangsbasis. Ich habe nicht ohne Grund im Bericht oft auf den Monogrambausatz verwiesen: Er ist die ideale Ergänzung zu diesem Bausatz, auch wenn er selber nicht besser ist. Hat man diesen aber nicht, so liefern Pavla, Aires und Quickboost bis auf das Seitenleitwerk die nötigen Alternativteile. Vor allem aber für die Oberflächen ist geduldige Eigeninitiative gefragt. Es ist die Halbherzigkeit von Trumpeter, welche dem eigentlichen hohen Anspruch dieses Bausatzes im Wege steht: Bei den Teilen, bei der Bauanleitung wie bei den Decals.
Im Nachhinein aber kommt es mir so vor, als hätte der Bausatz während des ganzes Baues zu mir ständig geflüstert : „Komm, mach doch was aus mir – in mir steckt mehr drinn ...“