Mitsubishi A6M5c Type 52 "Reisen" (Academy)

Sie war der berühmteste Jäger Japans im zweiten Weltkrieg - die "Reisen", besser unter dem Amerikanischen Rufname "Zero" bekannt. Die A6M war der erste Flugzeugtyp der als Trägergestützter Jäger seinen Landgestützten Gegnern gleichwertig oder sogar überlegen war. Enstanden war der Typ als Ergebnis einer Ausschreibung der Kaiserlich-Japanischen Marine für einen Nachfolger der A5M.Die Reisen wurde von Jiro Horikoshi konstruiert - er wurde damit in Japan ganz schön bekannt. Der Prototyp A6M1 hatte am 1.April 1939 seinen Erstflug und im Juli 1940 wurde die Genehmigung für die Serienfertigung der ersten Baureihe A6M2 gegeben.Die ersten Maschinen gingen zum Erprobungseinsatz nach China und zeigten dort hervorragende Leistungen - 99 Abschüsse ohne eigene Verluste. International aber nahm man von diesen Typ keine Kenntniss - ein fataler Fehler, denn mit dem Angriff auf Pearl Harbor und der darauffolgenden Invasion riesiger Gebiete des Pazifiks fügten die nun "Zero" genanten Jäger ihren Gegnern grosse Verluste zu. Mit der Indienststellung solcher Typen wie der F6F "Hellcat" oder der F4U Corsair aber schwand der Nimbus dieses Typs - die Zero konnte mit ihrem relativ schwachen Motor nicht mehr mithalten. Die letzte Grosserienversion schliesslich war die der A6M5 in der A-,B- und C-Variante. Die Besonderheit der A6M5C Typ 52 lag dabei in ihren zusätzlichen 13,2mm Maschinengewehren in den Flächen und des stärkeren Motors.

Mein erster Japaner sollte eigentlich aus dem Hasegawa Kit der A6m5c entstehen : hervorragende Qualität und Detaillierung. Ein Modellbaukollege aber der mich mit einem selbsthergestellten Sitz und Literatur zu diesem Typ versorgte aber gab mir den Tip auch mal den Academy-Kit anzusehen. Und der ist einen Tick besser : aus ca.50 sauber abgespritzten und hervorragend gravierten Plastikteilen und 4 Klarsichteilen die denen von Tamiya in nichts nachstehen kann man ein schönes Modell bauen. Der Vorteil des Academy-Kits gegenüber von dem von Hasegawa liegt dabei ind der besseren Detaillierung ( bei Academy sind die Nieten mit dabei) und in den besseren Klarsichteilen - bei Hasegawa kann man nicht einmal die Haube geöffnet darstellen.

Von Anfang an versuchte ich das Modell noch ein bisschen besser zu detaillieren. Ich entschied die Querruder in Funktion darzustellen - also schnitt ich diese aus, was mir Gott sei dank gut gelang. Die Auspuffstutzen wurden aufgebohrt. Im Cockpitbereich tauschte ich besagten Sitz aus und ergänzte die nicht vorhandene Seitenkonsole aus dem Hasegawa- Cockpit. Ebenso verwendete ich das Amaturenbrettdecal von Hasegawa. Das Amaturenbrett modifizierte ich dann noch zusätzlich mit den Waffenverschlüssen der Rumpfwaffen. Die nicht vorhandene Kopflehne fertigte ich selbst an. Zum Schluss fertigte ich mir noch aus Klebeband Gurtzeug an.

Der Zusammenbau der passgenauen Teile machte mir grossen Spass - lediglich die Rumpfhälften müssen ein wenig verspachtelt werden. Da ich Zeit und gute Laune hatte machte ich nebenbei noch etwas vollkommen Neues : Ich postete den ganzen Ablauf live in das Flugzeugforum - wer sich das ansehen will klicke hier !

Eine grosse Auswahl hat bei der Lackierung nicht, das Standardfarbschema unten Grau und oben Grün war bei den Zeros dieser Baureihe weit verbreitet. Ich verwendete dazu Farben von Modelmaster. Wichtig war aber die Alterung - ganz typisch für solche Einsatzzeros waren die Lackkratzer und -Abplatzer. Diese trug ich per Trockenmalen auf. An der Unterseite hob ich noch ein wenig die Gravuren hervor. Die Russpuren der Flächenwaffen stellte ich mit trockenen Farbpartikeln auf, was sehr realistisch wirkt.

Die Fahrwerke habe ich auch noch ein wenig mit zusätzlichen Streben modifiziert, ebenso die Rumpfseitigen Fahrwerksabdeckungen - diese bekamen noch ihren Schwenkmechanismus aus Draht.

Bei der Auswahl der Decals wählte ich sofort die von Academy angebotene Variante des Piloten Takeo Tanimizu der 303. Hikotai/203.Kokutai, Kagoshima - Juni 1945 .Die Killmarks : Zeichen mit Pfeil durch bestätigt, ohne Pfeil unbestätigt. Die zwei Zeichen über den Killmarks schliesslich zeigen die Frontansicht zweier B-29 - MIT PFEIL DURCH ! Die Hoheitszeichen aber nahm ich wieder von Hasegawa - die zweiteiligen von Academy liessen sich mal wieder nicht weichmachen.Zum Schluss fügte ich nun noch die Antennenverdrahtung hinzu.

Der Zusammenbau hat mir riesigen Spass gemacht und ich denke das Modell ist mir ganz gut gelungen.