Metalloutfit

Auch bei einem Modell mit einer einfarbigen Lackierung kann der Aufwand gross sein. Wenn man bei einem Aluminiumfarbigen oder im Naturmetall gehaltenen Originalflugzeug genau hinsieht, erkennt man das das Metall/Alu nicht nur in einem Farbton vorhanden ist. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Materialien, unterschiedliche Wärmeverteilung, Reperaturen und nicht zuletzt Verwitterrung und auch Rost kann ein solches Flugzeug durchaus "Buntgescheckt" sein. Um ein originales Modell mit solch einer Farbgebung zu erhalten sind hier Fotos vom Original besonders wichtig - die farblichen Unterschiede sind hierbei oft für alle Flugzeuge eines Typs bindend, man kann hier also nicht nach dem Zufallsprinzip arbeiten. Ein Beispiel hierfür ist das folgende Foto der Su-7, diese verschieden gefärbten Flächen sind typisch für dieses Flugzeug :

Zunächst sollte man die Oberflächen mit einem entsprechenden Metall/Aluton lackieren.Die Auswahl der Lacke hier ist nicht gerade klein, alle Hersteller bieten mehrere Metall/Alutöne an.Meiner Meinung nach sind folgende Farben empfehlenswert :

  • Revell Alu 90 (feine Partikel, mit Airbrush und Pinsel verarbeitbar), Silber 99 (sehr grob, kaum mit Airbrush verarbeitbar, zum einbringen von Effekten)
  • Humbrol Metall Cote-Serie: Aluminium(sehr feine Partikel, spiegelnde Oberflächen, (nur auf kleinen Flächen mit Pinsel verarbeitbar), Burnt Iron (sehr feine Partickel,für sehr dunkle, "verbrannte" Flächen wie zb. Nachbrenner oder Triebwerke, mit Pinsel und Airbrush verarbeitbar), Gunmetal (speziell für Kanonenrohre u.ä., mit Pinsel und Airbrush verarbeitbar) diese Lacke werden alle nach ihrer Trocknung aufpoliert um den richtigen Farbton und Effekt zu erreichen.
  • Testors(Italeri) ModelMaster Metallizer , mehrere Farbtöne wie Aluminium, Magnesium, Stahl und Gunmetall, nur mit der Airbrush verarbeitbar, sehr realistische Effekte, ebenfalls zum Nachpolieren

Von links nach rechts: Testors(Italeri)Modelmaster Metalizer, Humbrol Polished Aluminium, Humbrol GunMetal, Revell Aluminium 90.Diese Farben erzielen trotz der teilweisen gleichen Farbbezeichnung unterschiedliche Effekte. Als Beispiel sieht man hier links Polished Aluminium von Humbrol an der F-100D und rechts Testors Aluminium an der P-47D :

 

 

 

Dies sind die Farben die ich bisher selber eingesetzt habe - es gibt natürlich weitaus mehr. Man muss nun also entscheiden welcher der verfügbaren Farben dem Originalgrundton am nächsten kommt. Die Lackierung solcher Flächen erfolgt dabei am besten mit einer Airbrush, da mit dem Pinsel im Allgemeinen Schlieren entstehen, ein absolut gleichmässiger Anstrich aber entscheidend ist.Es kann hierbei auch hilfreich sein die Farbe mit etwas Klarlack zur besseren Haftung zu versetzen. Nun muss festgelegt werden welche Flächen welchen anderen Farbton erhalten sollen. Hierzu müssen wie gesagt Fotos hinzugezogen werden. In der Regel sind diese Flächen durch die Blechstösse (am Modell die entsprechenden Gravuren) scharf abgegrenzt, es muss also maskiert werden. Im folgenden Bild ist dies gut zu erkennen :

Die verschiedenen Metall/Alutöne kann man auch durch das Mischen der Grundfarbe mit schwarzen, grauen oder braunen Farben selber herstellen. Hier sollte man ruhig vorher probieren und testen. Solche verschiedenen Metall/Alutöne können einem von Haus aus wenig detaillierten Kit optisch stark verbessern. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das man die betreffende Fläche schon vor dem Auftragen des Grundmetalltones zB. Schwarz lackiert. Bei dem Lackieren mit dem Grundmetallton wird diese Fläche einfach mitlackiert und ist nun dunkler. Kleine Roststellen trägt man besser mit einem feinem Pinsel auf. Einige Farbsorten "funktionieren" erst richtig nach dem nachträglichen Polieren. Dies kann zb. mit einem Wattestäbchen erfolgen. Ein weiteres Betätigungsfeld können nun auch Detaills wie Deckel, Luken und Türen sowie die angrenzenden Bereiche an den Blechstössen selber sein.