Scale Modelmania 2002 Offenbach 6./7. April 2002 

oder

warum ich wieder nicht in der Toilette ausstellte

Das Wetter war sonnig und kalt, das Auto frisch gewaschen und die Modelle gut verpackt - auf ging's nach Offenbach. Sonnabends Früh sind die Autobahnen leer und so war die Fahrerei ganz angenehm. Es war alles gut vorbereitet : Bauberichte zu den Modellen, Tischdecken, Anmeldung o.k., Zimmer im erstklassigen noblen Etap-Hotel gebucht. Den Weg zur Offenbacher Stadthalle fand ich gut da der PMV Frankfurt die Strecke von der A661 gut ausgeschildert hatte - sogar kostenlose Parkplätze waren ausreichend vorhanden - was ganz Neues. In der Eingangszone der Stadthalle sagte ich brav meinen Namen auf und ein freundlicher Mensch geleitete mich zu den reservierten Tischen. Auf dem Weg dahin wurde klar : Dies muss tatsächlich Deutschlands grösste Modellbauausstellung sein - die Halle Gross und die Tische dicht beeinander. Und zwar so dicht das ich es mir nicht so gemütlich machen konnte wie in Markersbach. Sofort stürmte ich zur Toilette um zu sehen ob ich diesmal hier meine Modelle präsentieren könnte - denn Modellbaukollege Jörgi war im Anmarsch mit seiner Staffel Top-Modelle. Die Toilettenräumlichkeiten wären schon allein durch ihre Grösse und Sauberkeit und schon zu so früher Stunde starker Frequentierung bestens als Ausstellungsort meiner Modelle geeignet gewesen zumal sich im Eingangsbereich bereits Tisch und Stuhl befanden - hier aber hatte sich bereits eine Dame im fortgeschrittenen Alter ihren Stand aufgebaut und wie an ihrem Groschenteller zu sehen war konnte sie bereits mehr Erfolge einfahren als ich bisher mit meinen Modellen. Also baute ich meine Modelle wieder wie gehabt neben Jörgis Meisterwerken auf .

Ein Teil der grossen und dicht belegten Halle

Meine Modell auf der Scale Modelmania - die Fencer und die Phantom standen später oben im Wettbewerb

Die Leute vom PMV Frankfurt hatten höchstwahrscheinlich die Fotos vom schönen PMC-Thüringen Stand in Markersbach gesehen und wollten solch gemütliche Runde nicht noch einmal dulden - Also platzierten sie unsere Tische so das der einzige für uns vorhandene Stuhl nur in einem engen Durchgang stand welcher wiederum die Hauptverkehrsanbindung aller Aussteller von A nach B darstellte - sprich sobald man sich setzte konnte man gleich wieder aufstehen da man ja statistisch und praktisch nur im Wege war. Also wurde ich von Anfang an das was Jörgi auf anderen Ausstellungen auch war : Ein Ausstellungsvagabund, ein Aussteller der überall nur nicht an seinem eigenen Stand ist. Das Frankfurter Publikum möge mir verzeihen das ich Ihnen nicht Erläuterungen zu Jörgis Modellen gab. Um so mehr freuten sich die zahlreichen Modellbauhändler die anwesend waren wie z.B. Rai-Ro oder Frankmodellbau bei denen ich nun jede Menge Geld lies. Dafür konnte ich aber auch einiges erstehen - das erste war eine F-105G von Monogram welche ich schon lange suchte und dann kam gleich eine Su-27 von Hasegawa dazu - bekommt man auch nicht mehr so ohne Weiteres. Von diesem Standpunkt her begann die Ausstellung sehr gut.

Jens Popp von Don Color - guter Gesprächspartner

Der Fotograf vom "Modellfan" in seiner Dienstbekleidung

Auf dieser Ausstellung liefen zwei Wettbewerbe  ein normaler Zuschauerwettbewerb und ein "Scharfer" - nacht Kategorien und Richtlinien des DPMV/IPMS mit einer Riege geschulter Richter . Dieser scharfe Wettbewerb fand in eienm gesonderten Raum statt damit die Jury die Modelle w ährend der Bewertung in Ruhe betrachten und mit ihren Blicken auseinandernehmen konten - das fand ich ganz gut zumal ich mir sowieso nicht vorstellen konnte wie die Richter in dem Getümmel der Ausstellungshalle irgendein Modell bewerten wollten. Ich hatte mich von Anfang an entschieden 2 meiner Modelle zum Wettbewerb abzugeben : Meine F-4E und meinen Nervenkrieg von Katastrophenbau Su-24M. Also füllte ich die Unterlagen aus und gab meine Modelle ab.

Andreas will Rosen für sein bestes Stück und handelt diese rigoros herunter...

... während Det rumfotografiert

Auf dieser Ausstellung war ich die meisste Zeit auf mich allein gestellt da Jörg familiären Verpflichtungen nachging und Andreas nach bewährter Methode mir eines seiner Modelle mitgab um am Sonntag nur noch den Pokal dafür abholen zu müssen. Also streunte ich nun schön durch die grosse weite Halle und sah mir die vielen guten Modelle aller Sparten an - da gab es ganz schön was zu sehen. Und ich fand viele Gesprächspartner wie z.B. Jens Popp von Don Color oder Tim Vereecke von Modellversium.Ein schöner Moment war als mich plötzlich zwei mir bis dahin unbekannte Modellbauer die Hand reichten und mir zum Baubericht meiner Su-24M auf meiner dieser Seite gratulierten da ich darin schrieb das Modellbau eben auch nicht immer einfach ist. Das hat mich mächtig gefreut... Überhaupt waren die Gespräche mit anderen Modellbauern wieder sehr aufschlussreich, so erfuhr ich wieder so manchen Trick oder wurde beim Kauf einer Mirage IIIC bestens beraten. Die Nacht verbrachte ich dann im herrlichen eleganten Etap-Hotel in der dortigen Präsidentensuite mit Plaste - Scheisshaus/Duschkombination direkt neben dem Bett.

Am Sonntag fuhr ich dann unausgeschlafen (lag nicht am Bett im Hotel sondern daran das ich zu lange in die Röhre sah - habe ich lange nicht mehr gemacht) zurück zur Ausstellung und klapperte nochmals viele Aussteller und alle Händler ab um mich endgültig finanziell zu runieren. Deshalb war es gut das kurz nach Mittag Andreas und Jörg eintrafen, so konnte ich Jörg erstmal anpumpen - Dank an Ihn. Dann kam es zur Siegerehrung. Und nun passierte etwas woran ich echt nicht geglaubt hätte : Man sprach hoch oben vom Olymp der güldenen Pokale meinen Namen - ganz deutlich, Vor - und Zuname. Ich hörte es deutlich. Ich zögerte dennoch hinzugehen - ich war echt nicht darauf gefasst. Als ich dann dort war und man vorlies " 1. Platz Flugzeugmodelle 1/72 - Su-24M von Arne Goethe" - das war was ganz schön erhebendes und nun begann ich mich echt zu freuen und nochmehr als meine Modellbaukollegen samt ihren Frauen lautstark Beifall klatschten. Soetwas muss man erlebt haben - dann denkt man nicht mehr an all die Probleme und Rückschläge des Modellbaualltages...

Aber die Siegerehrung ging noch weiter und so konnten wir - Andreas , Jörg und ich uns dann gegenseitig zu einem ersten Platz gratulieren !

Es gabe aber auch leider einen eindeutigen Verlierer : Meine gute treue Digicam - ganz zum Schluss verlor sie die Fähigkeit mit irgendeiner CF-Karte zu kommunizieren. Nun bin ich gespannt was die Reperatur kosten wird....

Aber Bilder hat sie vorher noch gemacht :