Euro Model Expo
Heiden, 10. April 2010

Schon frühzeitig wurde ich zur zweiten Auflage der EME in Heiden eingeladen - ich konnte einfach nicht Nein sagen. Meine Anmeldung war damit schon erledigt, den Rest der Organisation übernahm dann Modellbaufreund Thomas alias "Rapier", welcher Jörg mit dessen Sohnemann und mich dann auch gleich noch in seinem wirklich praktischem Familienbus mitnahm. Am Vortag gegen Mittag traten wir die Anreise an, welche sich somit entspannend mit pünktlicher Ankunft gestaltete. 
Hallo und Guten Tag sagen, Auspacken und Aufbauen - alles in Ruhe und bei genug Ellenbogenfreiheit: So passt das ! Die Liste der Aussteller und Händler war bereits im Vorfeld bekannt, zur Übersicht aber lagen für jeden Aussteller noch mal eine mehrseitige Broschüre zu Ausstellung auf den Tischen bereit. Letztere waren bereits komplett ausgeschildert - die Organisation also war auch diesmal hier wieder perfekt. Einchecken in der Unterkunft, gemütliches Abendessen und dann mehrere gemütliche Bierchen mit anderen Ausstellern und zum Schluss auf unserem Zimmer - so ging der Abend dann auch angemessen zu Ende. Das preiswerte Unterkünfte in direkter Ausstellungsnähe auch heutzutage ein tolles Frühstück bieten können, wurde uns am nächsten Morgen demonstriert. Was sollte nun noch schief gehen ? - auf ging es nun zur Westmünsterhalle in Heiden zur zweiten EuroModelExpo 2010.

 

Die Westmünsterhalle in Heiden

Gegen 09:00 Uhr war es dann auch gleich eng in der Halle: Es wurd fleissig aufgebaut, wobei ich ja nun ganz entspannt zuschauen konnte. Die Tische waren komplett ausgebucht und viele davon dicht belegt. Wie im Vorjahr hielten sich die Händler und Aussteller in etwa die Waage - ein Umstand, der sich offenbar auch positiv auf den Besucherzustrom auswirkt - denn dieser war von Anfang an groß. Und zwar richtig groß. Deutlich größer als im Vorjahr. Um es ganz deutlich zu sagen: es wurde ein einziges Gedränge. Es hatte sich übers Jahr offenbar rumgesprochen, von welcher Qualität die Exponate und welche Händlerdichte hier herrscht. Die Mehrzahl der Besucher jedenfalls waren Kauf-, Informations- und Endeckungswillige Modellbauer. Ein Mehr an Ausstellern, Besuchern oder Händlern jedenfalls ist in dieser Halle nicht mehr möglich. Man muss es deutlich sagen: Die EME hat 2010 ihre Kapazitätsgrenze erreicht.

 
Auf ein Neues ! - Berthold Tacke begrüßt zur EME 2010

Etwas verschoben hatten sich im Vergleich zum Vorjahr die Anteile der einzelnen Modellbausparten: Etwas weniger Luftfahrt, dafür etwas mehr an Militaria und KFZ. Die Qualität der Exponate war dabei insgesamt recht hoch - Die EME wurde also auch dieses mal ihren entsprechenden Anspruch gerecht. "Europäisch" ging es auch zu - wenn hier auch noch mehr wünschenswert wäre, dies aber schon allein aus Platzgründen nicht möglich ist. Der Wettbewerb war vor allem in den KFZ-, Dioramen- und Militaria-Klassen recht gut besetzt. Die Flugzeuge aber waren diesmal nicht wirklich reichlich vertreten. Der Wettbewerb auf der EME ist überhaupt ein eher verbesserungswürdiger Punkt: Hier geht mehr, hier ist für eine Ausstellung mit solchem Anspruch mehr nötig. Um es mal kurz zu sagen: Eine reine Medaillenverteilung alleine macht noch keinen Wettbewerb. Hier sollte der Anspruch höher gehangen werten - ein Blick zum MSC "Hans Grade" etwa sollte da sehr hilfreich sein. 
Gut angenommen waurden auch dieses Mal wieder die durchgeführten Workshops zu verschiedenen Praktiken im Plastikmodellbau. 

Impressionen

Die gastronomische Versorgung selbst hat mir genügt - der Imbiss im Eingangsbereich mit seinen Sitzmöglichkeiten und dem Angebot an belegten Brötchen, Erbsensuppe, Kuchen, Kaffee und sonstigen Getränken ist ok. Am Haupteingang stand dazu noch wie voriges Jahr ein Imbisswagen welcher Pommes und Würstchen anbot. Wenn dazu dann noch das direkt daneben liegende Kartoffelhaus geöffnet hätte ...(wollen die an solchem Tag nix verdienen?) Viel Zeit zum essen aber bleibt eh kaum: Ein Ausstellungstag mit solcher Dichte ist eben kurz. Für mich zu kurz, da wünsche ich mir doch zwei Tage. Das aber ist und bleibt vor allem ein finanzielles Problem, mit dem nicht nur die EME zu tun hat.

 
Aussteller, Händler und jede Menge Besucher - die Halle war voll

Der Tag jedenfalls ging für mich recht schnell um, so richtig bin ich eigentlich nur zum Fotgrafieren gekommen. Ein paar Blicke in die Händlerregale , welche Nachschub für meine Werkstatt brachten, dazu einige Gespräche mit dem stark interessierten Besuchern, einen Kaffee hier und mal genauer hinschauen da - mehr war nicht zu schaffen.

 
Rechts unten fragt man sich schon: Modellpräsentation ?

Was bleibt noch zu sagen ? - Nun, von meinen georderten 3 Tischmetern blieben nur knapp 2m übrig. Damit habe ich an sich kein Problem, die EME möchte schliesslich so viel wie möglich Aussteller und Händler unterbringen. Dann aber sollten die Varantwortlichen auch selbst die Ausstellungsflächen mal begutachten, wie diese im einzelnen so genutzt wurden: Dicht belegt und Alles ausnutzend von den Meisten, richtig locker und luftig mit Lückenfüllenden Gummitieren aber eben von Anderen. Auszeichnungen für die schönsten Ausstellungsstände gab es auch - für den Miesesten aber hätte es leider auch gereicht: Ein Ju-52 Modellsammlung ist doch was Schönes - warum wird so etwas in Transportkisten verstaut auf dem Tisch präsentiert ? Also, durchaus ein paar Sachen, welche kein Beinbruch sind, aber die man ruhig verbessern kann.
Für mich aber war die EME - wie für Ihren Ausrichter mit Berthold Tacke ganz vorne dran bestimmt auch - ein voller Erfolg. Ja, die 500km Anfahrt und selbige Kilometer zurück haben sich auch diesmal wirklich gelohnt.
Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch bei Allen Verantwortlichen und Mitwirkenden bedanken !

 

Mein Stand auf der EME 2010


Die Workshop-Akteure

 

   

Nicht alle (Flugzeug)Modelle der EME 2010:

1:72 (und etwas 144)

 

1:48 und 1/32